Loading...

Dienstag, 21. Februar 2017

Enthüllt: Die 30 Spiele des Super Nintendo Classic Mini


Habt ihr euch 2016 auch dieses kleine, schnuckelige Mini-NES besorgt? Der Nachfolger davon - nämlich ein ähnlich attraktives Super Nintendo - wird zweifelsohne kommen, nachdem selbst Nintendo von dem Ansturm auf die kompakte Retro-Konsole positiv überrascht wurde. Dreißig Spiele werden erneut via komfortablen Menü abrufbar sein. Exklusiv gibt's hier die Enthüllung, welche das sein werden:

Kein SNES ohne Super Mario World. Das war ja schon ein Starttitel bei der Ur-Konsole, und hat rein gar nichts von seiner Brillanz verloren. Aber auch Super Mario World 2 - Yoshi's Island ist mit dabei. Hat nicht mehr viel gemeinsam mit den Abenteuern des Klempners, ist aber trotzdem ein wahnsinnig gutes Jump 'n Run aus der guten, alten 16-Bit-Ära. Um die Quasi-Mario-Trilogie perfekt zu machen, wird Nintendo auch Super Mario Kart mitliefern. Für spannende Mehrspieler-Duelle vor dem Fernseher ist also gesorgt. Die ersten beiden (kleinen) Überraschungen sind Mega Man 7 und Super Castlevania IV. Allerdings: so überraschend dann doch nicht. Capcom und Konami arbeiten schon länger erfolgreich mit Nintendo zusammen, um die Virtual Console mit ihren älteren Spielen zu füttern. Keine Überraschung dagegen: F-Zero und Super Metroid. Nintendo wären auch dumm, nicht aus ihrem eigenen wahnsinnigen Portfolio zu schöpfen. The Legend Of Zelda - A Link To The Past war demnach auch ein zu erwartendes (willkommenes) Spiel, dass den Weg auf die Platine finden wird. Pinball Dreams ist für Freunde von Flippersimulationen spielenswert. EA steuern ihren Klassiker Desert Strike bei. Aber auch die seichte Wusel-WiSim Theme Park ist nicht unbedingt ein Titel, mit dem gerechnet werden konnte. Ich persönlich freue mich auch sehr auf die beiden lokal entwickelten Spiele auf dem Mini Super Nintendo. Mit Super Turrican und Indiana Jones Greatest Adventures ist Deutschland gut vertreten. Super ist auch Super Ghouls n' Ghosts. Rollenspiel-Freunde bekommen mit Chrono Trigger, Final Fantasy VI und Breath Of Fire immerhin drei ultra-populäre JRPGs vor die Nase gesetzt. Wobei man mit einem zugedrückten Auge auch Secret Of Mana dazuzählen könnte. Noch einmal Konami: Turtles In Time verspricht gesellige Beat em Up-Runden vor der Flimmerkiste und mit Contra 3 - The Alien Wars liefert die Firma auch gleich einen weiteres Prunkstück ihrer Vergangenheit ab. Auch Axelay ist zweifelsohne ein Klassiker - unter den Ballergames. Vielleicht nicht so berühmt wie das ebenfalls mitgelieferte Starfox (in Europa auch bekannt unter Starwing), aber wir nehmen beides gerne mit. Noch mehr Multiplayer-Fun - und spontan beendete Freundschaften - wird Super Bomberman liefern. Für Versöhnung kann da wieder die komplette Trilogie aus Donkey Kong Country 1, 2 und 3 sorgen. Oder The Lost Vikings - Dieses verdammt geniale Spiel von den (World Of -) Warcraft-Machern. Oder Earthworm Jim. Oder das einzige Disney-Spiel in der Mini-Super-Nintendo-Sammlung: König der Löwen. Kulant, wie Nintendo nun einmal ist, zählt der Doppeldecker Tetris & Dr.Mario nur als ein einziges Spiel, da es sich um das 2-in-1 Modul aus dem Jahre 1994 handelt. Somit erhalten wir im Grunde also einunddreißig Spiele.

Ich hoffe, ihr freut euch auf diese Spieleflut für das kommende Super Nintendo Classic Mini ebenso wie ich. Es war mir jedenfalls eine Ehre, es hier - noch vor allen anderen - enthüllen zu dürfen. Etwaige Gerüchte von wegen "das hier ist nur ein Wunschkonzert!", "ein Gedankenspiel!", "ein Gehirnfurz!" oder "eine ganz persönlich zusammengewürfelte Auswahl an Spielen!", die ich gerne auf dem Mini-SNES hätte, weise ich vehement zurück! Mit aufstampfenden Beinen und "Nein, das ist die reine Wahrheit!" kreischend!

Freitag, 27. Januar 2017

Zuletzt gespielt: 3DS-Games im Januar


Gewuselt: Swords & Soldiers
In dem Echtzeit-Strategie-Pendant Swords & Soldiers (6,99,- Euro im eShop) entsenden wir in 2D Truppen, bauen Türme, wirken Zauber - und mischen damit die gegnerische Basis auf der gegenüberliegenden Seite auf, die ebenfalls allerhand in die Schlacht wirft. Hektisch, sparsam taktisch, aber trotzdem spaßig sind diese Zwitter aus RTS und Tower Defense normalerweise. Der Umfang stimmt soweit: 40 Missionen warten in der Kampagne, wo wir mit deutlich unterschiedlichen Stämmen kämpfen. Wem das nicht reicht, der bastelt sich halt individuelle Geplänkel gegen die CPU zurecht oder versucht sich an spaßigen Mini-Spielchen. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt macht das Spiel mächtig Laune - wenn man sich denn erstmal an die seltsame Steuerung und das schon anfängliche ruckel-scrolling gewöhnt hat. Aber gerade das auswählen und zielen per Touchscreen wird zu einer Tortur, sobald im späteren Verlauf der 3DS gnadenlos in die Knie geht. Das Touchpad leidet dann ebenfalls am grafischen Schluckauf und will nicht mehr präzise reagieren.Technisch ist das hier ein Witz! Schade um das wirklich gute Spiel, dass hinter dieser verkorksten Programmierung steckt. Nur extrem Leidensfähige Spieler werden das Ende der drei Kampagnen zu Gesicht bekommen, ohne vorher entnervt aufzugeben. Passierte in meinem Fall nicht wirklich: rund 10 Stunden hatte ich mit Swords & Soldiers verbracht. Das technisch verkorkste Dingen hier kann man objektiv gesehen trotzdem nicht bedingungslos weiterempfehlen. Wertung: 5 / 10



Geschnetzelt: Severed
Ist die bizarre Welt von Severed einen Besuch wert (14,99,- Euro im eShop)? Wir steuern die verwaiste Sasha auf der Suche nach ihren verschwundenen Eltern durch eine düstere, manchmal auch eklige oder morbide Umgebung, erkunden in diesem RPG/Dungeon Crawler nicht nur ihr verwüstetes Zuhause, sondern auch Krähentempel und Zitadelle. Feld für Feld - und mit aufschlußreicher Automap bewaffnet - lösen wir hier Schalter- und Tür-Rätsel, die zwar alle nicht besonders knifflig sind, aber trotzdem Laune machen. Gekämpft wird in Echtzeit mit Bewegungen auf dem Touchscreen. Vergleichbar mit The Keep, über das ich schon ausführlicher berichtete. Das funktioniert super: wir teilen mit unserer Kämpferin Hiebe aus, blocken Schläge und trennen allen Monstern am Ende eines Kampfes Gliedmaße ab. Den obskuren Kram an Tentakeln, Gedärmen und Augen benutzen wir dann, um unsere Fähigkeiten zu verbessern. Später lernen wir durch das aufklauben von besonderen Gegenständen auch quasi-Zaubersprüche. Severed hat leider nur eine Spielzeit von etwa 6 bis 7 Stunden. Und der Wiederspielwert ist mächtig gering, wenn wir bereits im ersten Durchlauf die paar Geheimräume im Spiel erkundet haben. Andererseits: Das macht das Game kompakt und auch an einem Wochenende schaffbar. Grafik und Musik sind sehr eigenwillig - am besten vorher mal in den Trailer schauen, ob das Design einem persönlich zusagt. Nicht nur das melancholische (und offene)  Ende vom Spiel schreit geradezu nach einem Nachfolger - auch die schwachbrüstige Hintergrundstory lässt viel zu viele Fragen offen. Dennoch: ein erfrischend Action-geladener Rollenspiel-Trip, an den man sich auch viele Jahre später noch erinnern wird. Ein Spiel, wie es letztlich nur aus der Indie-Szene kommen konnte. Wertung: 8 / 10


Gelangweilt: Crollors Game Pack
Im Dezember landete Crollors Game Pack im Nintendo-Store (1,49,- Euro im eShop). Ich ließ mich da nicht lange bitten: vier Minispiele zum Preis einer Tafel Schokolade? Gebongt. Das vertikal ablaufende Space Shooter strotzt vor Langeweile und wird selbst von vielen Freeware/PD-Shootern aus der 16 Bit-Ära ausgelacht. Im Endlos-Modus (ohne Extrawaffen, Endgegnern oder auch nur ansatzweise so etwas wie ein adäquates Leveldesign) ballern wir Asteroiden und schäbige Raumschiffe ab. Braucht kein Mensch. In Dotch it weichen wir auf einem kleinen Feld einfach nur herumfliegenden Kugeln aus. Ebenfalls im Endlos-Modus - wie alle anderen Spiele auch. Zig-Zag Ball verlangt, dass wir permanent den gleichen Button drücken, damit die Kugel ihre Richtung wechselt, um nicht von der Strecke herunterzufallen. Nach fünf Minuten ist nicht der Schwierigkeitsgrad das Problem, sondern nachlassende Konzentration, weil man extrem müde wird. Allein Color Switch macht eine halbe Stunde Gesamtspielzeit Laune. Dort müssen wir eine Kugel vertikal durch Farbfelder befördern, indem wir den Touchscreen benutzen. Noch das gelungenste Spiel dieser Sammlung, weil es immerhin unterdurchschnittlich viel Spaß macht. Ähnlich wie beim "großartigen" Galaxy Blaster (Hatte ich hier drüben mal getestet) kann ich von so einem Quatsch nur abraten. Der Programmierer sollte sich in Grund und Boden schämen, für seine unpolierten Hobbie-Projekte aus der Schreibtischschublade auch noch ernsthaft Geld zu verlangen. Wertung: 2 / 10




Dienstag, 3. Januar 2017

Retrogaming-Highlights (und der Dreck unter den Fingernägeln) 2016

Schööö, 2016! Es wird mal wieder Zeit, die vergangenen 12 Monate - in Sachen alte Spiele - kurz Revue passieren zu lassen. Auf brandneue Spiele und das Geschehen in der Szene will ich da gar nicht weiter eingehen, denn vieles war einfach nur nervig.

Sei es nun deswegen, weil Kunst nicht anerkannt wird und ein Spiel stattdessen stumpf und ohne Leidenschaft auf sein technisches Gerüst heruntergebrochen und auf seine spielerischen Defizite viel zu sehr reduziert wird. Begleitet von einem nüchtern-lieblosen Blick, den ich beim Spielen hoffentlich niemals erreichen werde. Aber da ich was von Freundschaft und Tieren verstehe, konnte mir das bei The Last Guardian nicht passieren. Es blieb am Ende das einzigste Spiel 2016, dessen Finale mich wortwörtlich zu Tränen gerührt hat.

Oder dieses nervige Monetarisierungs-Konzept bei den Spiele-Podcasts. Endlich ist auch ein beschissenes quasi-Free2Play im Audio-Sektor angekommen, wurde (und wird) mit ordentlich Dollarzeichen in den Augen schamlos konvertiert. Da wird die Hörerschaft rücksichtslos in "Premium" und "Schmarotzer, die nix zahlen" gespalten. Witzigerweise von manchen Leuten, die selbst vehement gegen so etwas wie die Monetarisierungs-Monster einiger "Free2Play"-Titel sind. Nun, das nennt man dann wohl Doppelmoral, Freunde. Aber: Macht nix! Zum Glück gibt es die Verfechter einer "sharing community" nach wie vor, die nicht bettelnd um die imaginären Häuser ziehen, sondern einfach nur kostenlos Content raushauen.

Früher war doch sowieso alles ... anders. Obwohl ich 2016 verhältnismäßig wenig alte Spiele gedaddelt habe, komme ich dieses Jahr trotzdem auf meine letztjährige Top- und Flop-5. Wie immer findet ihr an dieser Stelle, unter dem Spiele-Titel verborgen, einen Link zur grandiosen Seite Kultboy Dot Com, wo ihr neben weiteren Infos und Testberichten zu den Games auch immer lesenswerte Kommentare erspähen könnt. Da ich mich dort bei vielen der genannten Titel schon ausgiebig ausgelassen habe, fasse ich mich mit meinem Fazit hier und heuer kurz. Ansonsten: die Leidenschaft für alte Spiele ist ungebrochen und neben Breath Of Fire II stehen noch so einige Uralt-Spiele für dieses Jahr auf meinem digitalen Speiseplan. Welche das aber genau sein werden ... weiß ich selbst noch nicht.  :)

Ich wünsche euch ein spaßig-nostalgisches Retrospiele-Jahr 2017 <3



Aufbau: Platzierung / Titel + Link des Spiels / auf welchem System gespielt / Kommentar


Flop 5:



(5.) Knight Quest - System: GameBoy

Die Erwartungshaltung vor diesem Rollenspiel war ziemlich hoch. Taito sind schließlich keine Unbekannten! Aber was sie dort rausgehauen haben, ist ein erstaunlich langweiliges RPG mit total unspektakulären Kämpfen und einer müden Story. Schade.













(4.) Under Pressure - System: Amiga

Diesem Spiel habe ich 2016 eine zweite Chance gegeben, nachdem ich es zuletzt gespielt hatte, als noch der gute alte Amiga 500 auf dem Schreibtisch meines Kinderzimmers protzte. Es wäre nicht der erste Titel gewesen, bei dem mich meine Erinnerung täuscht. Hier allerdings hatte ich nicht das Glück. Under Pressure ist ziemlicher Murks.  Kein Wunder, dass es damals ziemlich schnell wieder zu Leerdisketten degradiert wurde.








(3.) Jetstrike - System: Amiga

Und noch ein Spiel, dass ich bereits kannte (und überhaupt nicht mochte). Die positiven Kommentare auf Kultboy und auch eine nett gemeinte Beschreibung in der Retro Gamer brachten mich dazu, es mir nochmals anzuschauen. Vielleicht hatte ich ja was übersehen? Hatte ich das Spiel einfach nicht verstanden? Nein. Das ist einfach nur Quark. Blöde Steuerung, total unübersichtlich, nervige Musik. Bäh!






(2.) Dragon's Lair - System: NES

Ich mag Ritter Dirk. Deswegen passiert es andauernd, dass ich mir ältere Konvertierungen von ihm anschaue. Obwohl ich eigentlich wenig Hoffnung besitze, dass mir nochmal ein gutes Dragon's Lair-Spiel über den Weg läuft (es gibt tatsächlich ein brauchbares auf dem PC, neueren Datums): andauernd grabe ich Don Bluth's Helden-Epos auf Uralt-Systemen aus. 2016 stand das NES-Dragon's Lair an. Einfach. Nur. Zum. Davonlaufen!









(1.) Dark Castle - System: Sega Mega Drive

Dieses alberne, schlecht zu steuernde Machwerk verdient eigentlich keine weitere Beschreibung. Jeder Anschlag ist verschwendete Zeit. Erst im Dezember 2016 gespielt, hat es sich prompt an die Spitze meiner Flop 5 festgesetzt.














Top 5:



(5.) Dragon Quest VII - System: Nintendo 3DS

Ich war erst am überlegen, ob Dragon Quest 7 hier überhaupt reingehört. Aber ja: es ist schließlich schon satte 16 Jahre alt! Das 3DS-Remake ist gelungen. Auch wenn das Spiel so einige Längen hat - und es im DQ-Universum zu den eher schlechteren gehört - hatte ich wochenlang Spaß damit.







(4.) Donkey Kong Land 2 - System: GameBoy

Nachdem mich das allererste Donkey Kong Land schon ziemlich begeistert hatte, stand natürlich auch noch der Nachfolger auf dem Programm. Obwohl die Donkey Kong Country-Spiele (SNES) jederzeit vorzuziehen sind, zolle ich den spaßigen DC Land-Spielen hiermit Respekt. Erstaunlich, was Rare da alles aus der antiken GameBoy-Hardware herausgekitzelt haben. Zudem ist das Spiel sehr umfangreich und hat mich mehrere Tage extrem bei Laune gehalten.







(3.) Super Ghouls 'n Ghosts - System: Nintendo 3DS (Virtual Console)

Super Ghouls n' Ghosts hatte ich anno 2016 wieder zu schätzen gelernt. Und auch endlich mal durchgespielt! Je mehr Jahre ins Land ziehen, desto sympathischer wird mir das grandiose Leveldesign, die gute Grafik und der stimmungsvolle Sound. Hart ist halt doch manchmal geil!







(2.) Front Mission - System: Super NES

Ungefähr zehn Jahre, nachdem ich Front Mission für mich entdeckt hatte, ist aus einem "nur mal kurz zehn Minuten reinschauen" ein wochenlanger Spiele-Marathon geworden. Und es hat wieder genauso viel Spaß gemacht! Könnte gut sein, dass ich es in zehn bis fünfzehn Jahren erneut spiele und dann wieder in Begeisterung verfalle. Wer weiß!? Ein echter Geheimtipp für Rundentaktik-Freunde.








(1.) Legend Of Zelda - Ocarina Of Time - System: Nintendo 3DS

Dieses Remake auf dem 3DS war wie für mich geschaffen, da ich damals die N64-Version nicht gespielt hatte. Die anfänglichen Zweifel, ob ein Zelda in 3D denn überhaupt funktionieren würde, wurden ganz schnell weggefegt. Und wie es das kann! Was für ein charmantes Abenteuer! Was für ein Meisterwerk!




Samstag, 31. Dezember 2016

Zuletzt gespielt: 3DS-Games im Dezember


Voluminös: 10-In-1-Arcade Collection
Über die Feiertage bin ich endlich mal dazu gekommen, mir ausführlich die 10-In-1 Arcade Collection anzuschauen (1,99,- Euro im eShop). Die wartet schon ein paar Jahre auf etwaige Käufer im eShop und ist derzeit (bis kurz nach Januar) sogar zum Schnäppchen von 0,99,- Euro zu haben. Klar, die zehn Spiele sind alles keine Originale. Wir haben hier u.a. einen prima Asteroids-Klon, ein Tribut an das altehrwürdige Space Invaders (mit einem Zauberer (?), der von unten das anrückende Gesocks zerschießt), eine nette Snake-Variante (bloß mit einem UFO, dass immer "länger" wird), einen eher mageren Breakout-Klon, einen guten Dr. Mario-ähnlichen-Puzzler oder auch ein ordentliches Sokoban-mäßiges Kistenschiebepuzzle. Auch der Rest ist Geschmackssache: zwei von zehn Spielen sagen mir überhaupt nicht zu. Einige empfinde ich als arg durchschnittlich. Aber im Grunde sollten für jeden hier wenigstens eins, zwei Spiele dabei sein, um die Zeit ein wenig totzuschlagen. Grafik und Sound - im Bitmap-Pixel-Look - sind allerdings eher nicht so gelungen und wirken alles andere als poliert. Dennoch: eine ordentliche Compilation, die für wenig Geld einen kleinen Batzen an gut spielbaren Mini-Games auf die Speicherkarte befördert. Wertung: 7 / 10



Quitschbunt: Fantasy Pirates
Noch so ein Mini-Spiel, diesmal in ziemlich hässlicher 3D-Optik; qualitativ irgendwo zwischen Playstation 1 und 2 verankert. In Fantasy Pirates (4,50,- Euro im eShop) umkreisen wir mit einem Piratenschiff eine Art Burg und ballern Wälle und Abwehrtürme nieder, um an die Schatztruhen zu kommen. Dabei versuchen uns heranrauschende, total absurd-kitschige Gegner wie Bleistiftanspitzer und Marienkäfer daran zu hindern. Via Touchscreen zielen wir, während unser Schiff mit dem digitalen Steuerkreuz das Hindernis umrunden, aber auch abtauchen und springen kann. Klappt eigentlich ganz gut. Ist aber auch nicht besonders schwierig, sodass geübte Spieler bereits nach gut einer Stunde Spielzeit sämtliche Level durchgeballert haben. Genauso bunt und quitschig wie das Spiel an sich sind die nervtötende Musik und die billigen Soundeffekte. Na ja. Für die zehn Minuten zwischendurch ist das ganz okay. Ich empfehle aber abzuwarten, bis Fantasy Pirates mal für unter einen Euro im Store auftaucht. Als Angebot ist es dort nämlich des Öfteren mal zu finden. Man kann aber auch einfach so Konsequent sein und strikt auf Durchschnitt verzichten. Schadet auch nicht. Wertung: 5 /10


Knüppelhart: Ambition Of The Slimes
Bereits Anfang Dezember stand bei mir Ambition Of The Slimes auf dem Plan (5,00,- Euro im eShop). Das hat die wirklich witzige Idee, dass wir in taktischen Gefechten Runde für Runde Schleime über die Vandal Hearts-mäßigen quadratischen Schlachtfelder bewegen. Verteidigende Kämpfer, Zauberer, Bogenschützen und Diebe werden übernommen, indem wir die Schleimpropfen nahe genug heranpirschen und im Körper der anvisierten Gegner verschwinden lassen. Daraufhin verursachen wir Raudau in deren eigenen Reihen. Klingt nach Spaß, oder? Das Spiel hat allerdings das Problem, dass es sich durch seinen viel zu heftigen Schwierigkeitsgrad kein bisschen dynamisch, sondern nur verdammt träge und extrem kopflastig spielen lässt. Ambition Of The Slimes verzeiht keinerlei Fehler und richtet sich an knallharte Rundentaktik-Profis. Wen das nicht zurückschrecken lässt, der kann ja mal einen Blick darauf werfen. Alle anderen sollten besser zu Mercenaries Saga 2 greifen (einen ausführlicheren Test hatte ich bereits hier hinterlassen). Das bietet mehr Story, ordentlich Loot und einen viel ausgewogeneren Schwierigkeitsgrad. Mit all dem kann das Schleim-Spiel hier nicht wirklich punkten. Wertung: 6 / 10



Grütze: Galaxy Blaster
Frisch im Dezember erschienen: Galaxy Blaster (1,49,- Euro im eShop). Besitzt nur einen Hauch von Grafik und satte drei Sekunden ätzende Musik, die dann in einer Dauerschleife vor sich hin onaniert. Aber, egal. Hauptsache das Spiel macht Spaß! Am unteren Rand bewegt sich unser (Breakout? Arkanoid?-) Schläger automatisch von links nach recht - und wieder zurück. Nonstop. Während von oben herab galaktische Alien-Spermien ins Bodenlose fallen. Wir müssen nun einfach zur richtigen Zeit den Touchscreen antippen, damit unser "Dingsbums" einen Schuss abgibt und die immer gleichbleibenden Gegner aufhält. Das war's. Spannung und Adrenalin pur ... Galaxy Blaster ist kaum fünf Minuten zu ertragen, weil man schon in den 80ern bessere Spiele im Public Domain-Pool gesichtet hat. Und selbst, wenn die eine oder andere Freeware-Gurke anno damals auf C64- und Amiga-Disketten zu finden war, so waren sie doch immerhin kostenlos und durch das Prädikat "Homemade - von Fans für Fans" geschützt. Es ist schon eine Frechheit, für so ein Machwerk wie Galaxy Blaster auch noch Geld zu verlangen. Ich will meine 1,50,- Euro zurück und werf sie dann im hohen Bogen über die Schulter. Dort ist die Knete besser aufgehoben. Wertung: 1 / 10


Verwinkelt: Picdun 2
Picdun 2 (4,99,- Euro im eShop) will, dass wir eine Karte - restlos bis auf den letzten Kachel - erkunden. Während wir dies bewerkstelligen, hauen wir in Echtzeit und semi-nervigen Zufallskämpfen absurden Monstern auf die Rübe und blocken ihre Schläge per Knopfdruck. Anpruchsvoll werden diese Kämpfe aber leider so gut wie nie. Schrittweise und in 90-Grad Drehungen erinnert das alles an selige Dungeon Master-Zeiten, ohne aber jemals dessen Spieltiefe zu erreichen. Denn im Grunde seines digitalen Herzens ist Picdun 2 ein Puzzler. Kein nennenswerter Loot, dafür aber mit einer blutleeren Story unbewaffnet. Mit albernen, auf sexy getrimmten Anime-Mädels, als Begleitung. Atmosphäre kommt da gar nicht auf. Zudem werden erst ab dem 20. Dungeon die Gehirnzellen ein wenig gefordert, wenn Teleportations- und Eisfelder auftauchen und wir uns mehr und mehr um Orientierung bemühen müssen. Ab da beginnt Picdun 2 dann auch tatsächlich ein wenig Spaß zu machen. Wenn ihr dem Spiel eine Chance geben wollt, seid also darauf gefasst, dass es erst verdammt spät in die Gänge kommt. Insgesamt: Nett. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wertung: 6 / 10




Mittwoch, 21. Dezember 2016

Zuletzt gelesen: M!Games (Maniac)



Lang, lang ist's her, als ich meine letzte M!Games gelesen habe. Wirklich lange: Anno damals wurde das Magazin noch unter dem Namen Maniac publiziert. Dabei hinterließ das Multiformat-Magazin durchaus keinen schlechten Eindruck - aber aus irgendeinem Grund widmete ich mich danach trotzdem anderen Blättern, um auf dem Laufenden zu bleiben. Wie beispielsweise der Games Aktuell. Die letzten drei Ausgaben der Mania...ähhh....M!Games landeten dagegen endlich mal wieder auf meinen Schreibtisch. 

Alter Kram neu vermarktet: Das Mini NES wird vorgestellt
Auf 100 Seiten präsentiert sich das Magazin von der Cybermedia Verlagsgesellschaft, und kostet dabei immerhin stolze 4,90,- Euro. Wie bei vielen Magazinen liegt der Fokus natürlich auf aktuelle Spieletests und Previews. Wobei die (in Zeiten des WWW eher unnützen) Vorschauberichte hier wieder einmal viel zu viel Platz einnehmen. Ganz so gravierend wie bei der Games Aktuell wird's hier aber nicht. Da die eigentliche Preview-Lesestrecke zwischendurch mal von Reportagen, Interviews und anderen Extras unterbrochen wird - nennt sich bei der M! Games "Extended" - wirkt das alles ein wenig bunt gemischter und eignet sich daher prima, wenn man das Heft chronologisch von vorn bis hinten durchliest. Die News punkten bei der M! Games zum einen mit einem aktuellen Datum: wann genau, an welchem Tag, ist wo etwas passiert/veröffentlicht? Ein Detail, dass auf total nerdige Art und Weise begeistert. Genauso wie das erwähnen von Spielen und Compilations, die nur im Ausland erschienen sind.

Bunt: Golden Axe in der Retrospektive-Rubrik

Wie hoch ist der Retrogaming-Anteil der M!Games? Nun, hin und wieder finden ältere Spiele natürlich Erwähnung. In der Titelstory der Oktober-Ausgabe namens "Alles Zombie!" sind unter den siebenundzwanzig vorgestellten Spielen - darunter natürlich aktuelle Games wie Resident Evil 7 oder Dead Rising 4 - auch ein paar Klassiker zu finden: Super Ghouls 'n Ghosts und das von Ubisoft 1986 veröffentlichte Zombi zum Bleistift. Nett. Eine monatliche Retrospektive-Rubrik gibt es aber ebenso. Immerhin auf vier vollen Seiten wird dort expressiv in der Vergangenheit geschwelgt. Viel Text gibt es dort dennoch nicht, da die Infos nur in den mageren Bildunterschriften verbraten werden. Eher selten schenkt man mal dem Merchandise ein paar Zeilen. Oder wirft kurz mit ein paar Info-Schnipsel über die Entwickler um sich. Das aufblähen von 2D-Hintergründen und Sprites kostet dem Artikel immens viel Platz, worunter dann der eigentliche Lesestoff zu leiden hat.

Akte BPJM: Lesenswerte Hintergründe
Apropos alter Kram: Auch die Artikel-Reihe "Akte BPJM" fischt oftmals unter den klassischen Spielen, um eines der Index-Spiele näher zu beleuchten. Mit welcher Begründung ist es aus dem Handel gezogen worden? Was meint die Redaktion dazu? Eine kleine, aber feine Rubrik in der M!Games, die Spaß macht und Wissenswertes liefert.

Nicht wirklich Meta, aber interessant: Japanische Erotik-Spiele im Fokus

Und noch mehr Retro: Seit der November-Ausgabe werden auch VR-Spiele ausführlich besprochen. Das nimmt das Magazin zum Anlass, die exotische J5A-Brille für die Playstation 2 vorzustellen. Die war damals nur in Japan erhältlich - und ist selbst dort nicht im regulären Handel aufgetaucht. Mit so kleinen Schmankerln überrascht das Magazin. Überhaupt: bei den Extended-Rubriken der M!Games findet sich immer wieder mal Stoff für Retro-Gamer. In dem Artikel "Polygon Power" rücken beispielsweise Spiele bis aus den achtziger Jahren ins Rampenlicht. In "Zu jung für Deutschland" werden teils auch alte Japano-Spiele erwähnt. Und wer noch mehr Pixel will: die DLC- und Download/Indie-Titel bekommen hier eine eigene Rubrik, abseits der ganzen AAA-Titel. Die obligatorische "Maniac vor 20 Jahren"-Rubrik widmet sich natürlich ebenfalls der Vergangenheit. Überraschenderweise...

Dürftig: eine Einzige "Leserseite"
Nicht alles weiß bei der M! Games zu gefallen. Die Interaktiv-Rubrik wird zum Beispiel auf Sparflamme betrieben. Das Magazin benutzt (wie viele andere auch) eine total altmodische und völlig undurchsichtige 100er-Wertung bei den Rezensionen. Der extrem nützliche Button bei den Spieletests, der die ungefähre Spieldauer angibt, taucht nicht immer auf (warum nicht?). Dazu kommt, dass große Reportagen, die die Meta-Ebene wenigstens ansatzweise streifen, genauso fehlen, wie meinungsstarke  Kolumnen der Redakteure. Beides wird schmerzlich vermisst und würde dem Magazin mehr Kontur verleihen.

Nun, am Ende bleibt ein fast fünf Euro teures Magazin, dass trotzdem sein Geld wert ist. Weil es sich mit seiner Schreibe, seiner Aufmachung und der Themenwahl geschickt zwischen die Stühle setzt - mittendrin und wie eine Mischung zwischen einem Teenie-Blättchen, wie die Bravo Screenfun eines war (deren Schreibe und Layout auf ein eher jüngeres Publikum zielte) und einem eher konservativen Online-Magazin wie GamersGlobal. Die Mania ...ähmmm... M!Games unterhält also vorzüglich, ohne zu sehr mit Wortakrobatik auf die Kacke zu hauen oder Pseudointellektuell ihre imaginäre Brille zu richten. Bei meinem wichtigsten Grund für den "Besuch" der letzten Monate, bleibt mir das Magazin aber trotzdem etwas schuldig. Denn ganz so freakig, anders als die Anderen und progressiv, als wie sie von vielen ihrer Leser immer dargestellt wird, ist sie dann doch nicht. Aber in Zukunft wird sie immerhin ein grundsolides Multiformat-Magazin sein, dass ich je nach Laune mal mit in den Einkaufskorb mit reinpacken kann. Hätte ich schon viel früher machen sollen, denn besser als die vergleichbaren Games Aktuell oder Computer Bild Spiele ist sie dann doch. 

Montag, 19. Dezember 2016

3DS-Check: Mercenaries Saga 2 - Auf den Spuren von Final Fantasy Tactics

Titel: Mercenaries Saga 2
Genre: S-RPG / Rundentaktik
Hersteller: Rideon Japan / Circle
eShop-Link
Preis: 4,99 Euro





Ein S-RPG ganz im Stile eines Final Fantasy Tactics, Vandal Hearts oder auch Ogre Battle für gerade mal den Preis einer Schachtel Zigaretten? Das kann doch nichts taugen! Nun, was die Zigaretten angeht: ja, vergesst es - Taugt nix. Erwiesenermaßen. In Sachen Mercenaries Saga 2 bekommen wir aber erstaunlich viel für erfreulich wenig Geld geboten.

In zweiunddreißig Kapitel begleiten wir Prinz Laz' Schicksal und schlüpfen in die Rolle seiner persönlichen Leibwächter. Dabei stellt sich schnell heraus, dass Schwertkämpfer Claude und seine Kumpels hart gefordert werden, um den Prinzen vor üblen Gesellen, Machenschaften, Intrigen, Verrat, und letztlich sogar vor dem Verlust seines zukünftigen Throns zu bewahren. Die Geschichte breitet sich dabei durch Zwischensequenzen aus, die vor - und nach - jedem Kampf automatisch abgespult werden. In den rund fünfzehn bis zwanzig Stunden Spielzeit gibt es lediglich zwei Situationen, wo wir aus einer Dialogbox in das Geschehen eingreifen dürfen. Und diese Entscheidungen sind noch nicht einmal besonders spielentscheidend. Nun, das macht nichts: Wer bereits das ähnlich linear ablaufende, altehrwürdige Vandal Hearts zu Playstation 1-Zeiten gespielt hat, der kennt bereits diesen ewig wiederkehrenden Ablauf von Zwischensequenz-Ausrüsten-Kämpfen-Zwischensequenz-Ausrüsten-Kämpfen und findet sich schnell damit ab. Auch wenn die Story hier kein emotionales Feuerwerk zündet, erfüllt sie ihren Zweck und schürt die Neugierde, zu wissen, wie es denn weitergeht. Außerdem ist die englische Übersetzung gelungen. Absolut keine Selbstverständlichkeit bei einer Portierung aus dem japanischen.

Die isometrischen Kämpfe sind in Mercenaries Saga 2 auf womöglich unbequeme Art und Weise altbacken. Oldschool-Spieler stört es nicht weiter, dass man sich Runde um Runde gemächlich  über die Landschaften bewegt. Und sich dabei durch - im Lauf des Spiels immer länger werdende - Untermenüs bewegen darf, um Zauber und Gegenstände zu aktivieren. Wir richten die Protagonisten zusätzlich nach jeder Bewegung aus, da hier erschütternde Schäden von hinten und von der Seite abzuwägen sind. Dynamisch ist das alles nicht. Sondern eher nur was für geduldige Taktiker. Während der Kämpfe hagelt es nicht nur Erfahrungspunkte, sondern auch Talentpunkte, die wir nach jedem Kampf in die Fertigkeiten unserer Recken pumpen. Magiebegabte spendieren wir bessere (möglicherweise flächendeckende) Angriffzauber. Dem Dieb bringen wir Buffs und hinterhältige Attacken bei. Die Heilerin lernt durch unsere spezifische Wahl, ob sie zusätzlich noch kleinere Angriffzauber meistert, oder ihren Fokus auf das versorgen der Wunden legt. Zusätzlich können wir alle zehn Level gegen einen kleinen Erfahrungspunkte-Obolus unsere Klasse wechseln. Dort werden dann zusätzliche Fertigkeiten freigeschaltet. Die Qual der Wahl!

Nach dem Kampf ist vor dem Kampf: Der Shop bietet fast nach jedem Getümmel neue Ausrüstungsgegenstände, um die Truppe zu wappnen. Außerdem können wir auf dem Schlachtfeld erworbene Puzzle-Teile (meistens in Truhen versteckt) in wertvolle Items umtauschen - oder gleich Gegenstände synthetisieren lassen. Auf der normalen Schwierigkeitsstufe kann der "Free Battle"-Modus die meiste Zeit getrost ignoriert werden, da er eh nur dazu dient, ein paar lose Schlachten zu schlagen, um zusätzliche Erfahrung einzuheimsen. Da Mercenaries Saga 2 erst auf der harten Stufe verdammt unausbalanciert wirkt, dürfte dieser Modus dort aber höchst willkommen sein.

FAZIT:

Mercenaries Saga 2 bietet alle (süchtig machenden) Zutaten, um einen volle zwanzig Stunden bei der Stange zu halten. Klar, letzten Endes ist das hier nur was für Genre-Fans. Ich würde es niemandem empfehlen, der bisher noch keine Berührung mit einem S-RPG hatte. Dafür ist es einfach viel zu knochentrocken präsentiert. Dafür sind Grafik, Sound und Aufmachung viel zu spartanisch, um einen hinter dem Ofen hervorlocken zu können. Neueinsteiger greifen also besser - statt zu einem Low Budget-Klon - gleich zu den genannten Größen (Vandal Hearts eignet sich zum Beispiel prima zum reinschnuppern!). Wer aber bereits alles wichtige durchgespielt hat - oder generell kein Problem mit einem Spiel hat, das aus offensichtlichsten Gründen kostengünstig hergestellt wurde: hey, für den Preis einer Pizza kann man sich auch mal eines dieser Spiele aus dem eShop gönnen. In Relation zu einem Preis-Leistungs-Verhältnis gibt's deswegen abschließend die...

Wertung: 8 / 10

Trailer:

Samstag, 10. Dezember 2016

3DS-Check: Hyperlight Ex - Ram It Down!

Titel: Hyperlight Ex
Genre: Arcade / Geschicklichkeit
Hersteller: CatfishBlues Games
eShop-Link
Preis: 5,49 Euro




Nur auf den ersten Blick scheint das - frisch veröffentlichte - Hyperlight Ex ein Twin Stick-Shooter zu sein. Geballert wird hier, von unserer Seite aus, aber höchst selten. Nämlich nur für ein paar mickrige Sekunden, wenn wir ein entsprechendes Extra aufsammeln. Die meiste Zeit über rammen wir in diesem Spiel die Gegner mit aktivierbarer Lichtgeschwindigkeit zu Sternenstaub. Solange unsere "Faster Than Light"-Energieleiste noch was hergibt.

Neben feindlichen Standard-Schiffen setzen uns Geschütztürme, aggressive Drohnen, Deflektoren (die das eigene Raumschiff eine Weile unkontrolliert in eine Richtung befördern), als auch dicke Brummer zu, die eine Laserwand hinter sich herziehen - wie einst die ikonischen Lichträder aus Tron - und uns somit auf gefährliche Art und Weise den Platz rauben. Dazu kommen Gegner, die uns bei Kontakt die überlebenswichtige Energieleiste absaugen. Ist die verbraucht, können wir nicht mehr auf Kollisionskurs gehen. Abhilfe schaffen einige Extras, die immer wieder mal im Raum auftauchen und rechtzeitig aufgeklaubt werden wollen, bevor sie wieder verschwinden. Neben der wichtigen Energie für die Hyperlichtgeschwindigkeit sind das auch aktivierbare Suchraketen, Laserbarrieren, freundliche Dronen und Geschütztürme, aber auch nützliche Schilde und Bomben, die bei Kontakt hochgehen. Der Arcade-Modus von Hyperlight Ex bietet sechszehn Stages, verteilt auf vier Welten - dank einer gut funktionierenden Lernkurve können wir uns nach und nach mit immer neuen Hindernissen vertraut machen. Aber schon auf halbem Wege hat das Spiel den Status "bockschwer" erreicht. Spätestens die Endbosse einer jeden Welt können nicht ganz so versierte Spieler in die Verzweiflung treiben. Da sie zu mächtig sind, um mit bloßen Ramm-Attacken aus dem Weg geräumt zu werden, müssen sie mit Laserbarrieren kurzzeitig inaktiv geschaltet werden. Knifflig. Das Spiel schafft dabei allerdings das Kunststück, nie wirklich frustrieriend zu werden. Auch wenn's im späteren Verlauf schwierig wird, wirkt es stets machbar: Die Motivation, es ständig neu zu versuchen, ist permanent vorhanden.

Neben der Quasi-Kampagne wartet hier auch noch ein guter Endlos-Modus, der von Minute zu Minute seinen Schwierigkeitsgrad hochschraubt. Oder ihr versucht euch gleich an "Panic": Dabei steuern wir unsere Einheit mit den Neigungsssensoren des 3DS und müssen vollkommen auf die Hyperlichtgeschwindigkeit verzichten. Dieser Hardcore-Modus ist ein Fall für absolute Profis. Zweifelsohne.

FAZIT:

Hyperlight Ex hat ein paar echte adrenalingeschwängerte Momente. Nämlich immer dann, wenn es hektisch wird, und mir meine Energie zur Neige geht, um alles um mich herum zu Klump zu rammen. Wenn ich dann noch, wie wahnwitzig, durch die Horden an Gegnern steuere, um mit der (stufenlosen Analogsteuerung) an ein paar Extras zu kommen ... und letztlich irgendwie überlebe, dann fühlt sich das Spiel großartig an. Oder die richtig guten Bosskämpfe: bereits in der zweiten Welt bringen einem die großen Obermotze ganz schön ins Schwitzen. Technisch einwandfrei und mit einer verdammt präzisen Steuerung gesegnet, macht dieser Geschicklichkeits-Test auch nach so einigen Tagen noch ordentlich Laune. Auf Dauer geht dem Spiel natürlich ein wenig die Puste aus, weil es dann doch nicht genug Abwechslung bietet. Aber für die Viertelstunde zwischendurch erfüllt Hyperlight Ex seinen Zweck. Ordentliches Futter für Arcade-Fans und Shooter-Veteranen.

Wertung: 7 / 10


Trailer: