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Samstag, 10. Dezember 2016

3DS-Check: Hyperlight Ex - Ram It Down!

Titel: Hyperlight Ex
Genre: Arcade / Geschicklichkeit
Hersteller: CatfishBlues Games
eShop-Link
Preis: 5,49 Euro




Nur auf den ersten Blick scheint das - frisch veröffentlichte - Hyperlight Ex ein Twin Stick-Shooter zu sein. Geballert wird hier, von unserer Seite aus, aber höchst selten. Nämlich nur für ein paar mickrige Sekunden, wenn wir ein entsprechendes Extra aufsammeln. Die meiste Zeit über rammen wir in diesem Spiel die Gegner mit aktivierbarer Lichtgeschwindigkeit zu Sternenstaub. Solange unsere "Faster Than Light"-Energieleiste noch was hergibt.

Neben feindlichen Standard-Schiffen setzen uns Geschütztürme, aggressive Drohnen, Deflektoren (die das eigene Raumschiff eine Weile unkontrolliert in eine Richtung befördern), als auch dicke Brummer zu, die eine Laserwand hinter sich herziehen - wie einst die ikonischen Lichträder aus Tron - und uns somit auf gefährliche Art und Weise den Platz rauben. Dazu kommen Gegner, die uns bei Kontakt die überlebenswichtige Energieleiste absaugen. Ist die verbraucht, können wir nicht mehr auf Kollisionskurs gehen. Abhilfe schaffen einige Extras, die immer wieder mal im Raum auftauchen und rechtzeitig aufgeklaubt werden wollen, bevor sie wieder verschwinden. Neben der wichtigen Energie für die Hyperlichtgeschwindigkeit sind das auch aktivierbare Suchraketen, Laserbarrieren, freundliche Dronen und Geschütztürme, aber auch nützliche Schilde und Bomben, die bei Kontakt hochgehen. Der Arcade-Modus von Hyperlight Ex bietet sechszehn Stages, verteilt auf vier Welten - dank einer gut funktionierenden Lernkurve können wir uns nach und nach mit immer neuen Hindernissen vertraut machen. Aber schon auf halbem Wege hat das Spiel den Status "bockschwer" erreicht. Spätestens die Endbosse einer jeden Welt können nicht ganz so versierte Spieler in die Verzweiflung treiben. Da sie zu mächtig sind, um mit bloßen Ramm-Attacken aus dem Weg geräumt zu werden, müssen sie mit Laserbarrieren kurzzeitig inaktiv geschaltet werden. Knifflig. Das Spiel schafft dabei allerdings das Kunststück, nie wirklich frustrieriend zu werden. Auch wenn's im späteren Verlauf schwierig wird, wirkt es stets machbar: Die Motivation, es ständig neu zu versuchen, ist permanent vorhanden.

Neben der Quasi-Kampagne wartet hier auch noch ein guter Endlos-Modus, der von Minute zu Minute seinen Schwierigkeitsgrad hochschraubt. Oder ihr versucht euch gleich an "Panic": Dabei steuern wir unsere Einheit mit den Neigungsssensoren des 3DS und müssen vollkommen auf die Hyperlichtgeschwindigkeit verzichten. Dieser Hardcore-Modus ist ein Fall für absolute Profis. Zweifelsohne.

FAZIT:

Hyperlight Ex hat ein paar echte adrenalingeschwängerte Momente. Nämlich immer dann, wenn es hektisch wird, und mir meine Energie zur Neige geht, um alles um mich herum zu Klump zu rammen. Wenn ich dann noch, wie wahnwitzig, durch die Horden an Gegnern steuere, um mit der (stufenlosen Analogsteuerung) an ein paar Extras zu kommen ... und letztlich irgendwie überlebe, dann fühlt sich das Spiel großartig an. Oder die richtig guten Bosskämpfe: bereits in der zweiten Welt bringen einem die großen Obermotze ganz schön ins Schwitzen. Technisch einwandfrei und mit einer verdammt präzisen Steuerung gesegnet, macht dieser Geschicklichkeits-Test auch nach so einigen Tagen noch ordentlich Laune. Auf Dauer geht dem Spiel natürlich ein wenig die Puste aus, weil es dann doch nicht genug Abwechslung bietet. Aber für die Viertelstunde zwischendurch erfüllt Hyperlight Ex seinen Zweck. Ordentliches Futter für Arcade-Fans und Shooter-Veteranen.

Wertung: 7 / 10


Trailer: