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Samstag, 31. Dezember 2016

Zuletzt gespielt: 3DS-Games im Dezember


Voluminös: 10-In-1-Arcade Collection
Über die Feiertage bin ich endlich mal dazu gekommen, mir ausführlich die 10-In-1 Arcade Collection anzuschauen (1,99,- Euro im eShop). Die wartet schon ein paar Jahre auf etwaige Käufer im eShop und ist derzeit (bis kurz nach Januar) sogar zum Schnäppchen von 0,99,- Euro zu haben. Klar, die zehn Spiele sind alles keine Originale. Wir haben hier u.a. einen prima Asteroids-Klon, ein Tribut an das altehrwürdige Space Invaders (mit einem Zauberer (?), der von unten das anrückende Gesocks zerschießt), eine nette Snake-Variante (bloß mit einem UFO, dass immer "länger" wird), einen eher mageren Breakout-Klon, einen guten Dr. Mario-ähnlichen-Puzzler oder auch ein ordentliches Sokoban-mäßiges Kistenschiebepuzzle. Auch der Rest ist Geschmackssache: zwei von zehn Spielen sagen mir überhaupt nicht zu. Einige empfinde ich als arg durchschnittlich. Aber im Grunde sollten für jeden hier wenigstens eins, zwei Spiele dabei sein, um die Zeit ein wenig totzuschlagen. Grafik und Sound - im Bitmap-Pixel-Look - sind allerdings eher nicht so gelungen und wirken alles andere als poliert. Dennoch: eine ordentliche Compilation, die für wenig Geld einen kleinen Batzen an gut spielbaren Mini-Games auf die Speicherkarte befördert. Wertung: 7 / 10



Quitschbunt: Fantasy Pirates
Noch so ein Mini-Spiel, diesmal in ziemlich hässlicher 3D-Optik; qualitativ irgendwo zwischen Playstation 1 und 2 verankert. In Fantasy Pirates (4,50,- Euro im eShop) umkreisen wir mit einem Piratenschiff eine Art Burg und ballern Wälle und Abwehrtürme nieder, um an die Schatztruhen zu kommen. Dabei versuchen uns heranrauschende, total absurd-kitschige Gegner wie Bleistiftanspitzer und Marienkäfer daran zu hindern. Via Touchscreen zielen wir, während unser Schiff mit dem digitalen Steuerkreuz das Hindernis umrunden, aber auch abtauchen und springen kann. Klappt eigentlich ganz gut. Ist aber auch nicht besonders schwierig, sodass geübte Spieler bereits nach gut einer Stunde Spielzeit sämtliche Level durchgeballert haben. Genauso bunt und quitschig wie das Spiel an sich sind die nervtötende Musik und die billigen Soundeffekte. Na ja. Für die zehn Minuten zwischendurch ist das ganz okay. Ich empfehle aber abzuwarten, bis Fantasy Pirates mal für unter einen Euro im Store auftaucht. Als Angebot ist es dort nämlich des Öfteren mal zu finden. Man kann aber auch einfach so Konsequent sein und strikt auf Durchschnitt verzichten. Schadet auch nicht. Wertung: 5 /10


Knüppelhart: Ambition Of The Slimes
Bereits Anfang Dezember stand bei mir Ambition Of The Slimes auf dem Plan (5,00,- Euro im eShop). Das hat die wirklich witzige Idee, dass wir in taktischen Gefechten Runde für Runde Schleime über die Vandal Hearts-mäßigen quadratischen Schlachtfelder bewegen. Verteidigende Kämpfer, Zauberer, Bogenschützen und Diebe werden übernommen, indem wir die Schleimpropfen nahe genug heranpirschen und im Körper der anvisierten Gegner verschwinden lassen. Daraufhin verursachen wir Raudau in deren eigenen Reihen. Klingt nach Spaß, oder? Das Spiel hat allerdings das Problem, dass es sich durch seinen viel zu heftigen Schwierigkeitsgrad kein bisschen dynamisch, sondern nur verdammt träge und extrem kopflastig spielen lässt. Ambition Of The Slimes verzeiht keinerlei Fehler und richtet sich an knallharte Rundentaktik-Profis. Wen das nicht zurückschrecken lässt, der kann ja mal einen Blick darauf werfen. Alle anderen sollten besser zu Mercenaries Saga 2 greifen (einen ausführlicheren Test hatte ich bereits hier hinterlassen). Das bietet mehr Story, ordentlich Loot und einen viel ausgewogeneren Schwierigkeitsgrad. Mit all dem kann das Schleim-Spiel hier nicht wirklich punkten. Wertung: 6 / 10



Grütze: Galaxy Blaster
Frisch im Dezember erschienen: Galaxy Blaster (1,49,- Euro im eShop). Besitzt nur einen Hauch von Grafik und satte drei Sekunden ätzende Musik, die dann in einer Dauerschleife vor sich hin onaniert. Aber, egal. Hauptsache das Spiel macht Spaß! Am unteren Rand bewegt sich unser (Breakout? Arkanoid?-) Schläger automatisch von links nach recht - und wieder zurück. Nonstop. Während von oben herab galaktische Alien-Spermien ins Bodenlose fallen. Wir müssen nun einfach zur richtigen Zeit den Touchscreen antippen, damit unser "Dingsbums" einen Schuss abgibt und die immer gleichbleibenden Gegner aufhält. Das war's. Spannung und Adrenalin pur ... Galaxy Blaster ist kaum fünf Minuten zu ertragen, weil man schon in den 80ern bessere Spiele im Public Domain-Pool gesichtet hat. Und selbst, wenn die eine oder andere Freeware-Gurke anno damals auf C64- und Amiga-Disketten zu finden war, so waren sie doch immerhin kostenlos und durch das Prädikat "Homemade - von Fans für Fans" geschützt. Es ist schon eine Frechheit, für so ein Machwerk wie Galaxy Blaster auch noch Geld zu verlangen. Ich will meine 1,50,- Euro zurück und werf sie dann im hohen Bogen über die Schulter. Dort ist die Knete besser aufgehoben. Wertung: 1 / 10


Verwinkelt: Picdun 2
Picdun 2 (4,99,- Euro im eShop) will, dass wir eine Karte - restlos bis auf den letzten Kachel - erkunden. Während wir dies bewerkstelligen, hauen wir in Echtzeit und semi-nervigen Zufallskämpfen absurden Monstern auf die Rübe und blocken ihre Schläge per Knopfdruck. Anpruchsvoll werden diese Kämpfe aber leider so gut wie nie. Schrittweise und in 90-Grad Drehungen erinnert das alles an selige Dungeon Master-Zeiten, ohne aber jemals dessen Spieltiefe zu erreichen. Denn im Grunde seines digitalen Herzens ist Picdun 2 ein Puzzler. Kein nennenswerter Loot, dafür aber mit einer blutleeren Story unbewaffnet. Mit albernen, auf sexy getrimmten Anime-Mädels, als Begleitung. Atmosphäre kommt da gar nicht auf. Zudem werden erst ab dem 20. Dungeon die Gehirnzellen ein wenig gefordert, wenn Teleportations- und Eisfelder auftauchen und wir uns mehr und mehr um Orientierung bemühen müssen. Ab da beginnt Picdun 2 dann auch tatsächlich ein wenig Spaß zu machen. Wenn ihr dem Spiel eine Chance geben wollt, seid also darauf gefasst, dass es erst verdammt spät in die Gänge kommt. Insgesamt: Nett. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wertung: 6 / 10




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